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Profil

Christian Gluch.

Software seit 1989. Entwicklung, Architektur und seit einigen Jahren KI-Integration.

Aktuell bin ich Lead Software Architect bei der Bergx2 GmbH in München. Ich verantworte dort die Architektur unserer B2B-Software, von langlebigen Kundensystemen bis zur KI-Integration. Im Tagesgeschäft geht es um Architekturentscheidungen, um Entwicklung mit KI-Agents im Team und um die Frage, was KI für ein Kundenprodukt wirklich besser macht und was nur gut aussieht.

KI ist für mich kein Schlagwort, sondern tägliche Praxis, beruflich wie privat. Ich arbeite mit dem ganzen Spektrum: Sprachmodelle und KI-Agents, RAG, Vision und Voice. Mein Arbeitsgerät ist ein voll ausgestattetes MacBook Pro M5, auf dem ich auch lokale Modelle laufen lasse, dazu die jeweils stärksten Modelle von Anthropic und OpenAI. Ich probiere konsequent aus, was geht, weil mich das Thema auch außerhalb der Arbeit umtreibt.

Davor habe ich viele Jahre international gearbeitet, unter anderem in England, der Schweiz und Schweden, für große, namhafte Unternehmen. Von der Industriekommunikation über Tech-Lead-Rollen bis zur IT-Security: Diese Stationen prägen, wie ich heute an Software herangehe, mit dem Blick darauf, ob etwas auch in fünf Jahren noch trägt.

Arbeitsweise

Wie ich arbeite.

Meine Arbeitsweise hat sich über die Jahre kaum geändert. Diese Grundsätze entscheiden im Tagesgeschäft mehr als jedes einzelne Tool.

01

Stakeholder mitnehmen

Software entsteht nicht im luftleeren Raum. Die Menschen, die mit dem Ergebnis arbeiten oder dafür zahlen, halte ich von Anfang an im Bild: transparenter Fortschritt, klare Entscheidungen, verständlich erklärt, auch für nicht-technische Beteiligte. So gibt es am Ende keine Überraschung, sondern das, was wirklich gebraucht wird.

02

Code-Qualität ohne Abkürzungen

Code wird viel öfter gelesen als geschrieben. Ich achte auf klare Benennung, kleine verständliche Einheiten, einheitliche Konventionen im ganzen Projekt und Tests, die Verhalten absichern, nicht nur Zeilen abdecken. Tempo entsteht durch gute Entscheidungen, nicht durch weggelassene Sorgfalt, die später teuer wird.

03

Dokumentation auf drei Ebenen

Was nicht aufgeschrieben ist, existiert für das nächste Team nicht. Ich dokumentiere auf drei Ebenen: strukturierte Projektdokumentation in sauberem Markdown, aussagekräftige Kommentare im Code, die das Warum erklären, und durchgängige Konventionen, an denen sich alle orientieren. Das macht ein Projekt übergebbar, statt es an einer Person hängen zu lassen.

04

Architektur als Fundament

Wenn ein System lange halten soll, muss die Grundstruktur stimmen, bevor Funktionen daraufkommen. Jede Architekturentscheidung prüfe ich mit derselben Frage: trägt das auch in fünf Jahren, oder wird es zur Sollbruchstelle? Lieber früh eine saubere Grenze ziehen als später bei laufendem Betrieb umbauen.

05

Vision mit Lieferpfad

Eine gute Idee unterscheidet sich von einem schönen Pitch dadurch, dass jemand sie auch bauen kann. Ich plane lieber drei Schritte, die ankommen, als zehn, die in der Präsentation bleiben. Am Ende zählt, was im Betrieb läuft.

06

KI, wo sie zählt

KI ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck. Ich prüfe nüchtern, wo sie ein Produkt wirklich besser macht, und integriere sie dann so, dass sie im Betrieb verlässlich läuft. Wo sie nur gut aussieht, aber nichts beiträgt, bleibt sie draußen.

abseits vom Code

Wenn der Editor zu ist.

Wenn ich nicht am Code bin, bin ich draußen. Wandern in den Bergen, neue Orte erkunden, Reisen ohne festen Plan. Natur ist das beste Reset, das ich kenne, viel besser als ein neues Framework.

Musik läuft fast immer. Beim Arbeiten, im Auto, abends. Und überall mit dabei: mein Hund Mia, mit wahrscheinlich mehr Wanderkilometern in den Knochen als die meisten Zweibeiner.